Sex Now-Ausstellung in Düsseldorf / NRW-Forum
19.11.2025 19:56
Wie Wolfgang Osinski im Düsseldorf Blog sehr anschaulich beschreibt, begegnen wir in einem japanisch inspirierten Klangraum Sounds, die sich zwischen Alltag und Erotik bewegen. In anderen Kapiteln geht es um Macht, Gewalt und Sichtbarkeit – etwa in Arbeiten zu #MeToo oder in feministischer Pornografie, die Stereotype hinterfragt und neue Bilder schafft. Unkonventionelle Vorlieben, Fetische, Sinnesreize – auch #Kinky wird in der Ausstellung thematisiert.
Kleidungsstücke der Plattform TastySlips zeigen, wie stark Begehren an Geruch, Material oder Spuren des Alltags gebunden sein kann. In #SexualWellness geht es um Selbstfürsorge, Selbstliebe und Entspannung – etwa durch Sex Toys, die mehr können als stimulieren: Sie erzählen auch von Technologiegeschichte und kulturellem Wandel. Hörspiele von femtasy sorgen hier für akustische Nähe. Virtuelle Beziehungen, Liebessimulatoren, KI-Sexpuppen: Wie verändert sich Sexualität im Zeitalter digitaler Technologien? In #Futuresex treffen wir auf genderfluide Avatare im Metaverse, aber auch auf alternative Visionen wie Pteridophilia, ein Video über zärtliche Begegnungen zwischen Menschen und Farnen.
SEX NOW präsentiert Künstlerinnen, Designerinnen und Aktivistinnen, die mit ihren Arbeiten zur sexuellen Emanzipation beitragen. Sie sollen, so das NRW Forum, Minderheiten zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und als Aufklärerinnen in einem Bereich fungieren, der trotz sexueller Revolution und Kommerzialisierung noch immer von Ungleichheit und Scham geprägt ist. Begleitend zur Ausstellung startet das Museum einen eigenen OnlyFans-Account, auf dem unzensierte Einblicke hinter die Kulissen und ausgewählte Werke gezeigt werden. OnlyFans ist eben das einzige soziale Netzwerk, das die Darstellung von Nacktheit erlaubt.